Projekt Auswandern nach Paraguay – Teil 2

Leben in Freiheit
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Liebe Freunde,

Und hier kommt endlich der 2te Teil der Dokumentation unseres Auswanderungsprozesses in eine spirituelle Gemeinschaft in Paraguay!
P.S.: Sorry, dass es so lange gedauert hat – ihr werdet beim Lesen schnell merken, warum…^^

Im letzten Artikel dieser Reihe erläuterte ich, weshalb wir Deutschland verlassen möchten und wie unsere Entscheidung für das „El Paraiso Verde“ in Paraguay gefallen war.
Wir hatten also eine Bewerbung an die Gemeinschaft geschrieben und warteten nun gespannt ab.

Umschwünge

Zwischenzeitlich gab es einen kleinen Umzug.
Da Chris und ich in Vorbereitung auf unsere Auswanderung viel zusammen zu erledigen hatten, funktionierte dies nicht mehr im Rahmen einer Fernbeziehung, wie wir sie vorher zwischen Hannover, Köln und verschiedenen Ferienwohnung führten^^
Also zogen wir gemeinsam in eine Zwischenmiete in Köln.
Witzigerweise befand sich die Wohnung in einem Seniorenheim und so kam es, dass wir plötzlich mitten in Köln in einer Senioren-Wohnung hausten 😀

Unsere Bewerbung ging derweilen etwas unter…
Da bekamen wir plötzlich mit, dass diesen Monat (es war April) satte 20% Rabatt auf Grundstücke erteilt wurden, die bis Ende April gekauft werden.
In Deutschland wurde frisch das Infektionsschutzgesetz in eine bedenkliche Richtung abgeändert und die Gemeinschaft wollte Flüchtlingen aus Deutschland die Einwanderung erleichtern.
Wir wussten – das ist unsere Chance!

Also hakten wir über unsere Freunde, die bereits dort leben, nach und bekamen endlich Antwort auf unsere Bewerbung.
Sogleich wurden wir zu einem Skype-Vorgespräch mit den Scouts der Gemeinschaft eingeladen!
Wie das Schicksal es so wollte, hatten unsere Freunde dort auch bereits einen Job als Scouts angenommen 😉
So bekamen wir schnell grünes Licht und der Skype-Termin mit dem Gründer stand schon fest.

Wir waren beide sofort mächtig aufgeregt!
Die Community scheint nur Leute zu nehmen, die zum einen von ihrer Einstellung reinzupassen, zum anderen aber auch fest im Leben stehen und über entsprechende finanzielle Mittel verfügen, um sich überhaupt Grundstück, Haus etc. leisten zu können.
Ersteres war bei uns 100%ig der Fall – daher wollten wir auch UNBEDINGT in die Gemeinschaft aufgenommen werden, doch finanziell sah es bei uns zu diesem Zeitpunkt sehr lau aus….

Mit wenig Geld zum großen Traum?

Also setzten wir uns gleich zusammen und fertigten etliche MindMaps an, brainstormten Stunden.
Wir suchten nach Lösungen schnell an so viel Kapital zu kommen, dass wir unseren Traum auch wirklich umsetzen können!
Wir dachten uns – wir müssen genau wissen was wir tun, dann können wir auch den Gründer davon überzeugen, dass wir die Richtigen sind, auch wenn wir NOCH arme Kirchen-Mäuse sind 😉

Glücklicherweise kam uns schnell eine sehr gute Idee – einen Online-Kongress veranstalten, zu genau dem Thema, das uns selbst so sehr beschäftigt!
Ein Kongress zum Thema Umgang mit der weltpolitischen Krise –  Vorstellung von möglichen Ländern und Gemeinschaften für diejenigen, die so wie wir Deutschland verlassen möchten und Infos zu verschiedenen Möglichkeiten und rechtlichen Wegen, für diejenigen, die hier bleiben wollen, sich aber nicht allen Beschlüssen unterwerfen wollen.
Scherzhaft nennt sich unser Projekt „Rette-Sich-Wer-Kann-Kongress!“ und wird, mit vielen Insider-Infos und Experten-Meinungen, in einigen Monaten online gehen und euch hoffentlich gute Lösungen aus der Krise aufzeigen. 🙂
Damit haben wir eine wunderbare Lösung gefunden, nicht nur unseren eigenen Allerwertesten zu retten, sondern auch noch möglichst vielen anderen Menschen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Außerdem beschloss ich meinen alten Blog wieder hochzufahren und ihn diesmal auch zu monetarisieren – auf dieser Website könnt ihr zu diesem Zeitpunkt bereits die Anfänge dessen sehen 😉
Online-Unternehmen sind natürlich wie geschaffen, um ein laufendes Einkommen im Ausland zu beziehen.

Hinzu starteten wir eine Spenden-Kampagne – an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an alle die uns bereits unterstützt haben! ❤

Der große Tag der großen Entscheidung(en)

Endlich kam unser entscheidender Skype-Termin mit dem Gründer der Gemeinschaft!
Glücklicherweise hatten wir nun einen klaren Plan und Überblick, was unsere Finanzen angeht.. ebenso wie Plan B unserer konkreten Mitarbeits-Möglichkeiten in der Gemeinschaft, sollten unsere Online-Vorhaben nicht genügend abwerfen^^

Wir waren ganz schön aufgeregt und bangten aufgrund unseres derzeitig sehr geringen Budgets, nicht seriös genug zu erscheinen…
Dieser Tag war Chris Geburtstag – und was soll ich sagen?
Unser Geschenk war – tja wer hätte es gedacht – eine direkte Zusage! 😀 🥳
Entweder hat unser Gesprächspartner erkannt, wie bemüht wir doch sind und wie wir alles durchdacht haben… oder unsere Freunde haben ein sehr gutes Wort eingelegt – das weiß ich nicht – aber wir waren heilfroh und erleichtert! 😀

Während des Skype-Gesprächs fragte uns der Gründer, ob wir denn verheiratet seien.
„Wir hatten schon drüber gesprochen in Zukunft zu heiraten, aber noch nicht nein, wieso?“ entgegneten wir irritiert.
Da erklärte er uns, dass man als verheiratetes Paar bei der Einreise einige tausende Euro sparen kann und er uns deshalb diesen Tipp geben würde.

Wir schauten uns an und dachte – hey na warum eigentlich nicht auch gleich heiraten?
Wir wussten beide sowieso schon bei unserer ersten Begegnung, dass der/die Richtige vor uns steht.
Also waren wir plötzlich verlobt!^^ 😍😁

Ja wenn schon, denn schon oder ?
Heiraten und durchbrennen! 💑✈
Klassisch. 💁‍♀️

Was kann da schon schief gehen? 😛

Der Turbo-Modus wird aktiviert

Im Turbo-Modus mobilisierten wir alle Wege, kratzten alle Ersparnisse zusammen, sammelten Spenden… einige Verwandte fanden unsere Verlobung und das Vorhaben so gut, dass sie uns reich finanziell beschenkten 😀

Und so hatten wir innerhalb von 1 Woche mehr als genügend Geld zusammen und kauften tatsächlich sogleich unser eigenes Stück Land in der Gemeinschaft 💚🌳
Den Rest des Geldes investierten wir in ein professionelles Coaching zum Aufbau des Online-Kongress.

Zu den Hintergründen des Ablaufs im ElParaiso Verde.:
Zunächst investiert man in ein Grundstück. Dann macht man eine „Info-Reise“, schaut sich die Gemeinschaft an und währenddessen werden gleich  alle Papiere fertig gemacht, sodass man eine Cedula bekommt (so etwas wie der paraguayanische Personal-Ausweis, der einen Daueraufenthalt ermöglicht).
Sollte die Gemeinschaft einem doch nicht zusagen – gibt man sein Grundstück zurück und bekommt das Geld wieder.
Ansonsten lebt man danach im gemeinschaftseigenen Hotel, bis die Baufirma das selbst geplante Haus umgesetzt hat 😉

Multi-Tasking

Und nun ging es so richtig los….

Das alles lief parallel ab aus unserer kleinen Wohnung im Seniorenheim:

  • Ich baute meine Website auf
  • Chris arbeitete an seinem Blog, um ihn aufs nächste Level zu bringen
  • Wir hatten unser Kongress-Coaching und bauten an der Web-Plattform, suchten Experten usw.
  • Wir beantragten alle Dokumente für uns und meine Katze Lucy für die Auswanderung
  • Wir versuchten uns alle möglichen und unmöglichen Details und Infos über das Leben in Paraguay einzuholen, um überhaupt zu wissen, was wir mitnehmen sollen und worauf wir uns da überhaupt einlassen 😀
  • Chris löste sein gesamtes Hab und Gut und seine Wohnung in Hannover auf
  • Ich löste mein, in den letzten 10 Jahren angesammeltes, Hab und Gut auf

Das war alles ein ganz schöner Batzen an Arbeit… und für mich persönlich immer wieder auch stark aufreibend!
Bei dem Auflösen meines Hab und Guts wurde mir bewusst, dass ich wirklich alles hinter mir lasse und ein neues Leben an einem völlig unbekannten Ort beginne!
Bei einigen besonderen antiken Möbeln und anderen mit sehr viel Liebe ausgesuchten Gegenständen, fragte ich mich, ob ich so etwas spezielles wohl je auch in Paraguay irgendwoher bekommen könnte… ich spürte, dass es wohl nicht der Fall sein wird und ließ jeden Gegenstand ganz bewusst los.

Auch wurde mir immer wieder bewusst, dass es gezählte Male sind, die ich meine Freunde und Familie sehen werde…. im Hinterkopf hatte ich immer wieder den beunruhigenden Gedanken, dass wir möglicherweise gar nicht mehr so leicht nach Deutschland zurückkommen werden können, wenn wir uns nicht impfen lassen.
Und ja – wir werden uns unter keinen Umständen impfen lassen.

Hinzu kamen natürlich auch immer wieder die Sorgen, ob wir es finanziell überhaupt wirklich schaffen werden.
Doch wir dachten uns – wir werden schon Wege finden!
Das tägliche Leben in Paraguay ist sehr günstig – wir können dort zu zweit locker unter 1000€ im Monat leben, während wir sogar im Hotel hausen^^
Und ehrlich gesagt – wir schätzten das Risiko uns bald, in einem düsteren, für Freigeister bedrohlichen Deutschland vorzufinden, als wesentlich höher ein, als das Risiko in Paraguay zu scheitern.

Wir hatten eine Time-Line erstellt, in der alle Vorhaben, inklusive des Business so berücksichtigt waren, dass wir erst genug Geld verdient hätten und dann fliegen würden.
Unseren Flug haben wir auf Mitte Oktober gesetzt.

Weshalb alles doch ein wenig anders kam, warum Chris wochenlang im Krankenhaus verbrachte und wie die Pläne sonst so weiter voranschritten – erfahrt ihr im nächsten Teil!

P.S.:

  •  Ab jetzt werden die Artikel zeitnah veröffentlicht, so dass ihr aktueller an unserer Umsetzung teilhaben könnt.
  • Wen auch unsere Einschätzung der politischen Lage, sowie das Ganze aus der Sicht von meinem Verlobten Chris interessiert, der kann hier gerne lesen.
  • Wir freuen uns auch weiterhin sehr über Spenden, denn wir haben ab Einreise nur wenige Monate Zeit während des Visums, genug Geld zusammenzubekommen, um die Cedula zu bezahlen und in Paraguay bleiben zu können

Herzlichen Dank fürs Lesen und Mitfiebern,
Eure Miss Blossom

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