Mit Tieren sprechen – die Gabe unseres Herzens (Gastbeitrag)

Bist du ein sensibler Mensch, der Tiere liebt?
Dann hast du sicherlich schon einmal beobachtet, wie fein Tiere auf uns reagieren. Sie trösten uns, wenn es uns schlecht geht, aber lassen sich ebenso manchmal von Nervosität oder Unruhe anstecken.

Am stärksten ist mir das früher immer beim Umgang mit Pferden aufgefallen. Sie konnten scheinbar jede Emotion von mir spüren. Es machte einen himmelweiten Unterschied für unser Reiterlebnis, ob ich ein eher scheues Pferd mit innerer Gelassenheit geritten habe oder ob ich Angst hatte, dass es sich gleich beim nächsten Rascheln im Gebüsch erschrickt und mit mir durchgehen wird.

Gerade unsere Haustiere begleiten uns tagtäglich und leben eng an unserer Seite.
Da bekommen sie natürlich einiges von uns mit.
Wäre es nicht spannend zu wissen, wie sie das machen und warum sie manchmal so auf uns reagieren?

Tierkommunikation – was soll das sein?

Vor einigen Jahren hörte ich das erste Mal, dass jemand für sein Pferd bei einer sogenannten Tierkommunikatorin eine intuitive Tierkommunikation (auch nonverbale oder telepathische Tierkommunikation genannt) durchführen ließ.

Bei dieser Art der Verständigung mit Tieren imitierst du keine Körpersprache oder Laute, sondern nimmst über deine inneren Sinne Kontakt zu Tieren auf. Jeder Mensch und jedes Tier hat sein eigenes Energiefeld und alle sind über das morphogenetische Feld miteinander verbunden. Diese Felder lassen sich messen und ebenso intuitiv, telepathisch und empathisch erspüren.

Man spricht bei der Tierkommunikation auch von einer Kommunikation „von Herz zu Herz“, weil das elektromagnetische Feld des Herzens tatsächlich sehr viel stärker, als das Feld des Gehirns ist. Dennoch spielt das Gehirn ebenso eine wichtige Rolle bei dieser Art der telepathischen Verständigung: Du verbindest dich auf Herzebene mit dem Tier und erspürst die Informationen aus seinem Energiefeld. Diese können z.B. als innere Bilder, als innere Gerüche, Geschmäcker, Geräusche, Gefühle, Gedanken oder einfach ein inneres Wissen bei dir ankommen. Es ist aber auch möglich, dass du plötzlich Wahrnehmungen wie Schmerzen oder Kribbeln in deinem Körper bekommst.
Die oftmals sehr symbolischen Informationen werden von der rechten, intuitiven Gehirnhälfte aufgenommen und schließlich von der linken, analytischen Hälfte in menschliche Sprache übersetzt. Aus der Energie, die du von dem Tier wahrnimmst, müssen also erst einmal greifbare und logische Botschaften „geformt“ werden, damit es für uns Menschen Sinn ergibt.

Die Tierkommunikatorin damals hat sich also mit dem Pferd verbunden und die Informationen in menschlicher Sprache wiedergegeben. Sie hat das Pferd zu seiner subjektiven Sichtweise in Bezug auf ein Problem befragt: Hat es körperliche Schmerzen? Wie fühlt es sich in seinem Stall? Mag es seine Artgenossen und die Menschen am Stall? Was wünscht es sich und was braucht es, damit es ihm gut geht?
Ich war mehr als skeptisch. Denn die Frau brauchte für all diese Dinge angeblich nur ein Foto des Pferdes und musste es nicht einmal persönlich treffen! Das wirkte auf mich eher wie „Ich denke mir mal eine hübsche Geschichte aus“ oder „Ich stelle Vermutungen aufgrund des Aussehens des Tiers an“. Ich fragte damals nicht näher nach, ob die Ergebnisse aus diesem Gespräch zutreffend waren und hakte die Sache als Quatsch ab.

Aber so ganz ging sie mir nicht mehr aus dem Kopf…

Mein erste Kommunikation von Herz zu Herz

Im Jahr 2012 war ich für ein Auslandssemester in Island, während Freunde in Deutschland kleine Streunerkätzchen fanden, die Hilfe brauchten. Als ich ein Foto sah, verliebte ich mich sofort und es war klar: Die gehören zu mir! Leider musste ich noch zwei Monate warten, bis ich sie zu Hause tatsächlich in meine Arme schließen konnte.

Not (bzw. Sehnsucht) macht erfinderisch: Es ergab sich intuitiv so, dass ich mir immer wieder vorstellte, wie ich bei ihnen war. Ich sprach mit ihnen und zeigte ihnen bereits vorher (mit inneren Bildern) unsere Wohnung. So bauten wir bereits über die Ferne eine Verbindung zueinander auf.
Als ich sie schließlich abholte, tapsten sie direkt auf mich zu, nach dem Motto: „Da bist du ja endlich!“

Jetzt wollte ich es wissen: Ich kaufte mir einige Bücher über Tierkommunikation, um ein wenig zu üben. Irgendetwas musste da ja dran sein…
Leider hatte ich jedoch mit Hilfe der Bücher keine wirklichen Erfolgserlebnisse. Sie waren zwar gut, um etwas Theorie und nette Geschichten zu lesen, doch es schlich sich immer wieder der Gedanke ein: „Ja, die Autorinnen können sicherlich mit Tieren kommunizieren. Aber ich ganz bestimmt nicht!“

Jeder kann mit Tieren reden – auch du!

Dennoch wollte ich der Sache noch eine Chance geben und buchte kurz darauf ein Grundlagenseminar in Tierkommunikation. Was soll ich sagen? Es lief sofort rund. Ich war total erstaunt, dass die Kontaktaufnahme mit Tieren doch gar nicht so schwer ist und dass ich bereits nach einem Tag erste richtige Erfolgserlebnisse hatte. Z.B. hatte ich Bilder des Lieblingsspielzeuges eines Tiers richtig empfangen.
Noch mehr war ich davon beeindruckt, wie mir wildfremde Menschen eine Beschreibung meiner beiden Kater und unserer Beziehung zueinander geben konnten, obwohl sie uns ja gar nicht kannten!

Heute weiß ich: Es gibt in der Theorie nicht viel zu lernen, wenn du mit Tieren sprechen möchtest. Tatsächlich ist die Technik das einfachste von allem. Vielmehr geht es darum, alle inneren Blockaden abzubauen, die dich bisher noch davon abhalten, die feinen Signale der Tiere mitzubekommen.

Tierkommunikation läuft jeden Tag ab, wir merken es nur nicht!

Für die Tiere ist es ganz normal, sich so zu verständigen und sie reagieren ganz selbstverständlich auf unsere Energiefelder. Auch wir Menschen sind mit dieser „übersinnlichen“ Fähigkeit geboren. Allerdings hatten die wenigsten von uns das Glück, sie trainieren zu dürfen und deshalb schlummert sie bei vielen eher ungenutzt. In so einem Seminar wird man gut an die Hand genommen, behindernde Glaubenssätze und Selbstzweifel abzubauen und seine eigentlichen Fähigkeiten wiederzuentdecken.

Danach heißt es: Üben, üben, üben! Es ist nicht immer so leicht, sich innerlich wirklich leer zu machen und seine eigenen Gedanken hinten anzustellen, um sich für den telepathischen Austausch mit den Tieren zu öffnen. Mit der Zeit und mit viel Feedback der Tierhalter bekommt man ein Feeling dafür, wann man tatsächlich Botschaften des Tiers erhalten hat und wann es eher eigene Gedanken oder Interpretation waren.

Mit Tierkommunikation wird deine Welt nicht mehr dieselbe sein!

An diesem ersten Seminartag öffnete sich eine große Tür für mich: Die Tür zur Welt der Tiere und auch zu meiner Berufung. Ich begriff jetzt noch einmal auf einer viel tieferen Ebene als zuvor, WIE viel unsere Tiere eigentlich von uns mitbekommen und wie groß und bedingungslos ihre Liebe zu uns ist. Auch, wie viel Heilung es einem Menschen geben kann, wenn man ihm diese Tür zu seinem Tier öffnet und er es endlich verstehen kann.

Ich war entflammt für einen ganz besonderen Weg, der mich über einige weitere Seminare, viele Gespräche mit Menschen und Tieren, sowie weitere Ausbildungen in anderen Bereichen wie energetischer Arbeit und Coaching führte. Ich wollte nicht nur übersetzen, sondern Menschen helfen, Probleme im Zusammenleben mit ihren Tieren gemeinsam mit ihnen zu lösen. Inzwischen gebe ich sogar selbst Seminare zur Tierkommunikation.

Aber wie kann Tierkommunikation konkret helfen?

Sie bringt dir immer dann etwas, wenn du die Sichtweise deines Tiers verstehen möchtest, um eine Entscheidung zu treffen oder eine Veränderung zu bewirken.

Zum Beispiel:

  • wenn deine Katze auf den Teppich pinkelt
  • dein Hund aufgrund einer traumatischen Vergangenheit Angst vor fremden Männern hat
  • dein Pferd chronischen Husten hat und der Tierarzt nicht mehr weiter weiß
  • du gerne wissen würdest, was dein Kaninchen am liebsten frisst
  • dein Freigängerkater nicht mehr nach Hause kommt
  • du dein Tier auf einen Umzug oder Arztbesuch vorbereiten möchtest
  • auch Sterbebegleitung kann man mit Hilfe der Tierkommunikation machen  (Was sind die letzten Wünsche deines Tiers, was braucht es noch?)

Der Umgang zwischen Mensch und Tier wird so um einiges leichter.
Doch was mich am meisten berührt –  die Beziehung wird noch inniger!

Viele Menschen weinen, wenn sie das erste Mal die Botschaften ihres tierischen Freundes lesen oder hören dürfen, weil sie sich ihm nun noch viel näher fühlen. Eine vorher schon liebevolle Beziehung rückt jetzt erst recht auf Augenhöhe. Die Menschen erkennen, wer dieses Wesen an ihrer Seite wirklich ist und der Blick auf ihr Tier verändert sich.

Mensch und Tier entspannen sich viel mehr, wodurch allein schon viele der vorherigen Probleme verschwinden.

Je mehr du dein Herz öffnest und deine intuitive Wahrnehmung schulst, desto leichter wird es dir mit der Zeit fallen, tatsächlich auch kleine Botschaften zu empfangen.

Titelbild: Josephine Wall http://www.josephinewall.co.uk/

Der heutige Beitrag wurde geschrieben von der Gast-Autorin Sonja Neuroth

Sonja ist Tierhaltercoach und hilft Menschen dabei, Probleme gemeinsam mit ihrem Tier zu lösen. 
Wenn du mehr über Tierkommunikation erfahren möchtest, besuche ihre Seite http://seelenfreunde-tierkommunikation.de/ 
Dort findest du weitere Artikel über Tierkommunikation und eine intuitive Beziehung zu deinem Tier und kannst dir u.a. einen kostenlosen Leitfaden für die Kommunikation mit deinem eigenen Tier herunterladen.
Auf ihrer Facebookseite und der Facebookgruppe findest du weitere aktuelle Impulse, um die Beziehung zu deinem Tier inniger zu gestalten.
Du kannst Sonja natürlich auch persönlich über ihre Seite kontaktieren, wenn du dir Beratung bei einem Problem mit deinem Tier wünschst oder es einfach besser verstehen möchtest.


 

Hattest du auch schon immer eine besondere Verbindung zu Tieren?
Und hast du vielleicht sogar auch schon Erfahrungen mit der Tierkommunikation gemacht?
Teile deine Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren =)

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4 thoughts on “Mit Tieren sprechen – die Gabe unseres Herzens (Gastbeitrag)

  1. Hallo!Ich hatte einige Erlebnisse mit den 4beinern bzw.hühner :2beiner.Wie kann ich meine Gabe verstärken?PS. Ich schildere dir gern spezielle Erfahrungen. Danke und liebe grüße Anna

    1. Hallo Anna,
      das ist ja super. Du kannst sie verstärken, indem du weiter übst. Das ist wie mit jeder Fähigkeit: Mit der Zeit wird man immer besser. Wenn du es dir zutraust, einfach alleine weiter zu üben, dann bietet es sich an, dass du Freunde im Bekanntenkreis (am besten welche, deren Tiere du noch NICHT so gut kennst), fragst, ob du mal mit ihnen üben dürftest. Du kannst ja sagen, dass es für dich erstmal ein Experiment ist bzw. du noch ganz am Anfang stehst. Dann machst du dir keinen Druck, dass alles richtig sein muss. Stell den Tieren erst einmal ganz einfache Fragen, z.B. was sie gerne tun (spielen, wo schlafen sie gern, mit wem spielen sie, was fressen sie gerne) bzw. was sie gar nicht mögen. Frage Dinge, die überprüfbar sind, also deren Antwort die Menschen auch kennen. Danach kannst du dir ein Feedback geben lassen. Wenn du anfangs erstmal nur kleine Bilder oder Infos bekommst, ist das vollkommen normal, aber es wird mit der Zeit mehr.
      Wenn du dir das so allein noch nicht zutraust, dann empfiehlt sich wirklich ein Seminar, weil du hier einfach mehr Sicherheit und Anleitung bekommst. Natürlich gilt es auch danach, weiter zu üben. Ich biete z.B. Seminare in Köln an, aber es gibt deutschlandweit einige Angebote.

      Bleib einfach dran und mache es mit Freude. Manchmal komen die besten Kontakte zu Tieren, wenn man gerade gar nicht damit gerechnet hat, z.B. in der Natur 🙂

  2. ich arbeite auf einem Reiterhof als Helferin. mich faszinierend Pferde schon immer. Vor ein paar Monaten hatte ein Pferd bei uns im stall, Stroh vorn in der Mähne,ich wollte es entfernen und er ging mit dem Kopf zurück(kopfscheu). ich schaute ihn an und hatte ein bild im Kopf das mich zeigte wie ich ihm das Stroh entfernte,zeitgleich machte ich eine Handbewegung als ob ich mir Stroh aus dem haar entfernen würde(bei mir war aber nix). Er machte einen schritt auf mich zu und neigte den Kopf,so das ich ihm das Stroh rausholen konnte. ich war in diesem Moment so baff. danke für deinen Beitrag

    1. Oh, das klingt wundervoll. Solche Momente mit Tieren prägen sich ewig ein. Sehr schön, was für eine Verbindung du da schon zu den Pferden hast!

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